Ralf Hohmann Fotografie

Wild Life Blog

Das Warten auf die Jungen

Nach dem mein kleiner Eisvogel seine erste Brudröhre gegraben hat und seine Braud ihr Hochzeitsfisch angenommen hat, beginnt das Warten.

Nach der Eiablage kamen die Eltern nur ca. alle 60 Minuten um sich beim Brüten abzulösen und zum fischen auszufliegen.

Nach 25 Tagen müssten die Jungen geschlüpft sein und es dauert jetzt nochmal 21 Tage bis die Kleinen die Röhre verlassen. Man merkt es im Moment daran, das die Eltern jetzt alle 10 Minuten einen Fisch in die Röhre bringen um die Jungen zu füttern.

Mitte Juli müsste es soweit sein. Dann hat man nur 4-5 Tage Zeit, um die ganze Familie zusammen zu sehen. Denn nach diesen wehnigen Tage werden die Kleinen vertrieben und sie suchen sich ihr eigenes Revier.

 

 

 

 

 

Sie sind wieder zurück - die Eisvögel in Alheim

Die Eisvögel wandern wieder die Fuld entlang Fluss aufwärts um sich Ihr erstes Revier zu suchen. Es handelt sich um die erste Brud und sind leicht an ihren Roten Füßen zu erkennen. 

In den Steilwänden bohren sie gerade mit ihren Schnäbeln Brudröhren von ca. 1 Meter hinein. In dieser Zeit macht es unheimlich viel Spass mit anzuschauen wie sie rückwärts aus der Höhle fallen und danach sich ihren Schnabel im Wasser ptuzen.

 

Wissenschaftlicher Name: Alcedo atthis

Familie: Eisvögel (Alcedinidae)
Englischer Name: Kingfisher
Spanischer Name: Martin pescador
Französischer Name: Martin-pecheur d’Europe
Italienischer Name: Martin pescatore
Größe: 17 cm
Gewicht: 40g
Flügelspannweite: 26 cm
Brutzeit: Mai bis August
Bruten: 2 Jahresbruten
Anzahl der Eier: 5-7
Brutdauer: 21 Tage
Nestlingsdauer: 25 Tage
Nahrung: Fisch, Kaulquappen, Molche, wirbellose Tiere
Alter: 10 Jahre Lebenserwartung
Zugvogel: Altvogel nein / Jungvogel ja
Liste der Feinde: Hecht, Wiesel, Sperber, Ratten, Mensch
Merkmale: Blauer Oberkopf gebändert, leuchtend blaues Oberseite, Unterseite rostaorange

 

Der für mich faszinierendste Vogel ist der Eisvogel, der in der Sonne glänzt er wie ein  kleines Juwel.

Mann muss aber schon genau hinschauen um ihn zu sehen, denn was ihn auszeichnet ist seine schnelle und wendige Flugweise. Wenn man seinen schrillen Schrei hört, ist er eigentlich schon ein paar Meter weiter zu sehen.

 

Wer ende März in Alheim an der Fulda spazieren geht, kann das treiben der Eisvögel sehr gut beobachten.
Es ist nämlich Balszeit bei den Eisvögeln. Die Männchen werben um die Gunst der Weibchen und fliegen mit ihnen dicht und mit schrillen Pfiffen über die Wasseroberfläche. Jetzt sind sie so abgelenkt, das man sie sehr gut vom Ufer aus beobachten kann. Haben sie sich zusammen gefunden, werden sie in den nächsten Tagen ihr Bruthöhlen bauen und ihre ersten Eier legen. 

 

Will man diese kleinen flinken Edelsteine fotografieren, brauch man entweder ein sehr großes Tele (was aber auch sehr Teuer ist) oder Gedult und ein Tarnnetz. Auch ist ein Stativ nützlich. Sitzt man nämlich längere Zeit unter dem Tarnnetz wird die Kamera sehr schwer. Ich benutze eine SONY a-58 und eine a77m2, ein TAMRON Teleobjektiv 70-300mm und ein stabiles Stativ von einem Laser. Neben einem Tarnnetz ist es auch ratsamm sich Kleidungsmaßig an die Natur anzupassen.

 

Eisvögel beobachten an der Fulda !

 

Die besten Plätze, wo die Eisvögel an der Fulda bei Alheim / Baumbach fischen, sehen Sie in meiner KARTE.

 

#eisvogel #eisi #kingfisher #alcedinidae #alcedoatthis

 

Der Biber in der Fulda bei Alheim

 

Name: Europäischer Biber 
Lateinischer Name: Castor fiber
Klasse: Säugetiere 
Größe: ca. 1m 
Gewicht: ca. 20kg 
Alter: 6 - 10 Jahre 
Aussehen: dunkelbraun 
Geschlechtsdimorphismus: Ja 
Ernährungstyp: Pflanzenfresser (herbivor) 
Nahrung: Blätter, weiches Holz 
Verbreitung: Europa, Nordamerika, Asien 
ursprüngliche Herkunft: Europa/Asien (Europäischer Biber), Nordamerika (Kanadischer Biber) 
Schlaf-Wach-Rhythmus: dämmerungs- und nachtaktiv 
Lebensraum: Fließ- und Stehgewässer 
natürliche Feinde: Raubvögel 
Geschlechtsreife: mit ca. 3 Jahren 
Paarungszeit: Februar - April 
Tragzeit: 100 - 105 Tage 
Wurfgröße: 3 - 5 Jungtiere 
Sozialverhalten: Familienverband 
Vom Aussterben bedroht: Nein 

 

 

  • Es gibt nur zwei verschiedene Biberarten: den Europäischen Biber (in Europa und Asien heimisch) und den Kanadischen Biber (in Nordamerika verbreitet). Beide Arten können sich untereinander nicht paaren.
  • Der Biber steht unter Artenschutz. Es ist strikt verboten Biber zu fangen oder zu jagen.
  • Im 19. Jahrhundert galt der Biber fast als ausgestorben. Wegen seines Fleischs und Fells wurde er intensiv gejagt. Durch umfassende Wiederansiedlungsprogramme konnte sich die Population des Bibers allerdings wieder erholen
  • Haben Biber einmal einen Partner gefunden, bleiben sie ein Leben lang zusammen.
  • In der Nähe von Ackerflächen ist der Biber ein nicht gern gesehener Gast, denn er sorgt durch seine Bauten für die Überflutung von Feldern.
  • Das Fell des Bibers besteht aus zwei Schichten: Die obere Schicht hält das Wasser ab und schützt den Biber vor Nässe. Das untere Fell ist besonders dicht und hält die Wärme nah am Körper.
  • Biber legen in Ufernähe umfangreiche Holzburgen an, die von ihnen als Wohnbau genutzt werden. Der Eingang befindet sich unter Wasser und ist so für andere Tiere nicht zugänglich. Zwar hat ein ausgewachsener Biber praktisch kaum Fressfeinde, dennoch wären seine Jungen am Ufer leichte Beute für Raubvögel.
  • Im Darm des Bibers leben spezielle Bakterien, die einen Großteil des gefressenen Pflanzenmaterials abbauen und so für den Biber verwertbar machen.

Alle Aufnahmen von den Bibern sind in der Fulda bei Alheim Baumbach oder in den Seen der Umgebung entstanden. © Ralf Hohmann

 
 
 

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  • Juni 2018 . Sie sind wieder zurück & INFO`s über die Eisvögel in der Fulda
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